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Novoferm reduziert den stillen Verbrauch im Standby-Betrieb auf 0,5 W/h



Garagentorantriebe energieeffizient und sparsam:
Novoferm reduziert den „stillen“ Verbrauch im Standby-Betrieb auf 0,5 W/h




Okober 2010. Rund 17 Mrd. kWh Strom werden laut Umweltbundesamt jährlich in Deutschland durch Leerlaufverluste (s. Kasten 1) vergeudet, also allein durch die Bereitschaftshaltung elektrischer Geräte. Mit neu entwickelten, Strom sparenden Garagentorantrieben trägt Novoferm aber ab sofort dazu bei, diese Bereitstellungsverluste wieder etwas zu verringern: Die neuen Antriebe „Novomatic 553 S“ und „NovoPort®“ verbrauchen im Stand by-Modus nur 0,5 Watt/h elektrischer Energie.
Garagentorantriebe sind schon seit langem kein „Luxus“ mehr, sondern gehören als Komfort-Element zu jeder angemessen ausgestatteten Garage. Vor allem bei Torantrieben für die Deckenmontage wurden in den vergangenen Jahren überdurchschnittliche Absatz-Zuwächse verzeichnet; mittlerweile dürften rund 30 Prozent aller bundesdeutschen Garagen mit Schwing- oder Sektionaltoren mit einem solchen Antrieb ausgerüstet sein.
Damit rücken diese Geräte aber auch rein quantitativ schon in den Fokus, wenn über das Einsparpotenzial an elektrischer Energie in Haushalten diskutiert wird: Genauso wie ein Fernsehgerät oder ein Drucker am PC verbrauchen auch Garagentorantriebe minimale Strommengen im Stand by-Betrieb – schließlich sollen sie in aller Regel über die Fernsteuerung bei Bedarf schnell und ohne Anlauf-Wartezeiten arbeiten können.
Dazu ist es aber technisch zwingend notwendig, dass die Geräte nicht komplett „abgeschaltet“ (ideal: vollständig vom Stromnetz getrennt) sind, sondern in der nutzungsfreien Zeit „nur“ die Leistungsaufnahme drastisch reduziert wird. Wie viel das ausmacht, zeigt ein Blick auf die Nutzungszeiten der Antriebe: Etwa zu 99 Prozent der Zeit sind die Garagentorantriebe im Stand by-Modus!




Interne Komplettabschaltung
Die Novoferm tormatic GmbH hat diese Problematik frühzeitig erkannt und bereits mit der Entwicklung der ersten Generation des „Novomatic 553 S“ mit 4 W/h Stromverbrauch im Stand by-Modus eine viel beachtete Benchmark gesetzt. Daher ist die jetzt vorgestellte Weiterentwicklung umso bemerkenswerter: Den Dortmunder Entwicklern ist es mit der Weiterentwicklung des „Novomatic 553 S“ sowie dem „NovoPort®“ gelungen, den „stillen“ Energieverbrauch in der Bereithaltungsphase nochmals drastisch zu verringern, und zwar auf 0,5 W/h. Das Antriebskonzept greift damit schon heute der bereits erweiterten EU-Richtlinie 2009/125/EG vor (s. Kasten 2) – und bedeutet beispielsweise im Vergleich zu den durchschnittlichen Werten eines Baumarkt-Produktes bei den Stromkosten eine Einsparung von etwa 90 Prozent. Der im Wettbewerb stehende Metallbauer erhält damit also zusätzlich ein konkretes Verkaufsargument mit objektivem, belegbarem Kundennutzen zugunsten dieser Marken-Produkte.
Erreicht hat Novoferm tormatic die Verringerung der Stand by-Verluste zum einen durch ein effizienteres Netzteil in der Antriebssteuerung, das auch die Empfangseinheit versorgt. Zum anderen werden die Stromkreise nach der Betriebs- und der nachlaufenden Lichtzeit automatisch komplett abgeschaltet. Individuell kann der Nutzer darüber hinaus den Stromverbrauch durch den Einsatz einer Energiesparlampe weiter reduzieren, auch wenn hier die Einspareffekte aufgrund der geringen Leuchtdauer von durchschnittlich 60 Sekunden nur noch marginal sind.




Erweiterte Ausstattung

Die konstruktive Weiterentwicklung unter dem Aspekt der Energieeffizienz hat Novoferm tormatic gleichzeitig genutzt, die neue Antriebsgeneration durch zusätzliche Ausstattungsmerkmale weiter aufzuwerten. Die Antriebe verfügen jetzt beispielsweise über eine einstellbare Schnelllauffunktion von max. 24 cm/s in der Funktion „Tor-Auffahrt“ sowie über eine „Tor select“-Funktion, mit der man den Antrieb individuell auf das jeweilige Tor einstellen kann. Ein verbesserter Softlauf für die Endlage sowie ergänzende Melde-Funktionen runden die Funktionalitäten der neuen Torantriebs-Generation schließlich ab.




Extra Kasten 1:
Was sind … Leerlaufverluste?

Als „Leerlaufverlust“ bezeichnet man den Energieverbrauch von technischen Anlagen und Geräten im Bereitschafts- oder Standby-Betrieb. In solchen Zuständen ist bei minimalem Energieverbrauch die Nutzfunktion vorübergehend deaktiviert. Sie kann aber jederzeit und unmittelbar wieder aktiviert werden. Trotz des geringfügigen Energieeinsatzes sind diese Betriebszustände umstritten, weil die Menge der Geräte und Anlagen in diesen Betriebszuständen zusammengefasst erhebliche Energiemengen verbraucht:
Pro Jahr wird der Bedarf an elektrischer Energie für Bereitschaftsbetrieb von Elektrogeräten in privaten Haushalten auf 20 Terawattstunden (TWh) geschätzt. Das entspricht knapp 4 Prozent des deutschen Bruttobedarfs an elektrischer Energie. Zum Vergleich: Der gesamte elektrobetriebene öffentliche Nah- und öffentliche Fernverkehr Deutschlands benötigt nur rund 15 TWh elektrische Energie pro Jahr, entsprechend knapp 3 Prozent des Bruttobedarfs an elektrischer Energie. (Quelle: Wikipedia)




Extra Kasten 2:
Leerlaufverluste: Reduzierung über EbP-RL geregelt


Seit Anfang 2010 gelten aufgrund einer Verordnung der Europäischen Union Anforderungen an eine Reihe von Leerlaufgeräten.
Grundlage dieser Verordnung ist die Richtlinie 2005/32/EG, die Energiebetriebene-Produkte-Richtlinie (EbP-RL), auch Ökodesign-Richtlinie (RL), EuP-RL und EuP-Direktive genannt. Überarbeitet zur Richtlinie 2009/125/EG schließt sie mittlerweile eine größere Zahl an Produktgruppen ein.
Die EbP-RL stellt dabei allerdings nur den Rahmen für Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Produkten. Anforderungen an einzelne Produktgruppen, wie beispielsweise Elektromotoren, Fernsehgeräte und Lampen, werden gesondert geregelt, beispielsweise durch nationale Verordnungen. Anmerkung: Garagentorantriebe sind in dieser Richtlinie noch nicht enthalten; eine Aufnahme steht aber zu erwarten.
Basis für die EU-Regelung ist eine europaweit durchgeführte Studie. Sie ermittelte für die EU Leerlaufverluste in Höhe von insgesamt 51 Mrd. Kilowattstunden. Die Verordnung 1275/2008/EG legt Anforderungen fest, die etwa die Hälfte dieser Leerlaufverluste betreffen. Die andere Hälfte wird durch die Netzbereitschaft, englisch network stand-by (z.B. von Druckern oder Fernsehgeräten, aber auch Garagentorantrieben), verursacht.
Die Verordnung 1275/2008/EG trat am 6. Januar 2009 in Kraft. Ihre Anforderungen sind gestuft. Die erste Stufe wirkt seit 6. Januar 2010, die zweite ab 6. Januar 2013. Die erste Stufe begrenzt die Elektroleistung (Leistungsaufnahme in Watt) für bestimmte Bereitschafts- und Schein-Aus-Zustände, schreibt Stromsparzustände für die Geräte vor und fordert, dass der Hersteller in den Technikunterlagen über Leerlaufzustände informiert.




Die Anforderungen im Einzelnen:
Tab. 1: Höchstwerte der Elektroleistung


Reglementierter
Betriebszustand
Höchstwerte der
Elektroleistung in Watt
    seit 6.1.2010 ab 6.1.2013
Bereitschaft Reaktivierung 1,00 0,50
  Informations- und
Statusanzeige
2,00 1,00
Aus-Zustand   1,00 0,50



Weitere Anforderungen an die Effizienz: Das mit dem Netz verbundene Gerät muss in den Bereitschafts- oder Aus-Zustand oder in einen anderen Zustand versetzt werden können, in dem der geltende Grenzwert nicht überschritten wird, soweit das mit seiner vorgesehenen Verwendung vereinbar ist.
Der Hersteller muss in den Technikunterlagen unter anderem folgende Informationen geben: Für jeden Bereitschafts- oder Aus-Zustand:

  • die Leistungsaufnahme in Watt, gerundet auf zwei Dezimalstellen,
  • die angewandte Meßmethode,
  • eine Beschreibung, wie die Betriebsart des Geräts gewählt oder programmiert wurde,
  • die Schrittfolge, in der der Zustand erreicht wird, in dem das Gerät automatisch den Betriebszustand wechselt,
  • Hinweise zur Bedienung des Gerätes.
 
(Quelle: Umweltbundesamt)
Novomatic 553S

Mit 0,5 W/h Stand by-Verbrauch setzt der von Novoferm entwickelte Garagentor-Antrieb „Novomatic 553 S“ beim Energiesparen in diesem Bereich neue Maßstäbe.


NovoPort Szene

Mit 0,5 W/h Stand by-Verbrauch setzt der von Novoferm entwickelte Garagentor-Antrieb „NovoPort®“ beim Energiesparen in diesem Bereich neue Maßstäbe.


KeeLog

Auch die neue Generation der Garagentor-Antriebe kann sowohl mit den bekannten Mini-Handsendern von Novoferm als auch mit Code- oder Schlüsseltastern angesteuert werden. Ebenfalls möglich: die Aufschaltung von Lichtschranken oder Warnlampen.


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