Modernisierungsaufträge profitabel erfüllen
Durchdachte Lösungen für die Sanierung von Türen und Garagentore
Rees, September 2011. „Einmal renovieren ist wie zweimal neu bauen“ lautet ein geflügeltes Wort und drückt den häufig schwer zu kalkulierenden Umfang von Modernisierungsarbeiten aus. Daher sind Sanierungsaufträge bei Planern und Fachhandwerkern nicht immer beliebt – obwohl sie den größten Marktanteil ausmachen. Oft scheint der Aufwand gerade bei kleineren Auftragsvolumina nicht im Verhältnis zum Ertrag zu stehen. Kommen jedoch spezialisierte Sanierungslösungen der Bauelementehersteller zum Einsatz, werden auch solche Arbeiten profitabel. Beispielhaft sind hier Systeme, die das Unternehmen Novoferm als einer der führenden europäischen Hersteller gezielt für den nachträglichen Austausch von Türen und Garagentoren entwickelte.
„Der Trend zur Modernisierung und Sanierung von Wohnungen hält weiter an“, lautet die Prognose für das laufende Jahr des ZDB (Zentralverband Deutsches Baugewerbe) in seinem Bauwirtschaftlichen Bericht 2010/2011. Dabei stützt sich der Verband unter anderem auf Berechnungen des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), wonach der Anteil von Bestandsmaßnahmen an den gesamten Wohnungsbauleistungen 2009 bereits 80 Prozent betrug – im Jahr 2000 lag der Anteil noch bei 50 Prozent. Um dieses für Bauplaner und Handwerker erhebliche Marktvolumen profitabel zu nutzen, sind speziell für die Sanierung und Renovierung konzipierte Produkte eine wesentliche Voraussetzung.
Neue Räume brauchen neue Türen
Ein typisches Beispiel für diese Produkte: die Weiterentwicklung der seit Jahren bekannten Stahlzargen von Novoferm. Sie kommen beim Austausch von Kellertüren in Geschossbauten ebenso zum Einsatz wie bei der Grundsanierung von Gewerbeimmobilien, wenn zum Beispiel Nutzungseinheiten abgetrennt oder Feuerschutzabschnitte gebildet werden sollen.
Da die Einbauhöhe dieser Zargen in aller Regel vom bereits vorhandenen Fertigfußboden bestimmt wird, sind die Eckzargen der Baureihen „N“ und „MZ 53“ von Novoferm direkt vor Ort kürzbar. Und das ohne Einbußen der Stabilität, denn diese Zargen verfügen über zusätzliche Befestigungspunkte im bodennahen Bereich mit einem verdeckten Schraubsystem.
Mit einem verdeckten, bauaufsichtlich geprüften Schraubmontagesystem von Novoferm sind im Übrigen mittlerweile fast alle Stahlzargen von Feuerschutz- und Mehrzwecktüren des Herstellers ausgestattet. Das vereinfacht aber nicht nur die Montage, sondern sorgt zugleich für eine schönere Optik: Das neue Montagesystem für Eck-, Eck- und Gegenzarge und Umfassungszarge orientiert sich an dem Prinzip „Schrauben anstatt Schweißen“. Gerade durch die schnelle Schraubmontage wird die hochwertige Optik der Zarge nicht beschädigt, da die durch das Schweißen anfallenden aufwändigen Nacharbeiten (z.B. Kaltverzinken, Nachgrundieren) entfallen.
Unabhängig von den neuen Möglichkeiten der Schraubmontagevarianten lassen sich alle Zargen selbstverständlich weiterhin konventionell montieren, wenn die Türen über den Feuerschutz hinaus zum Beispiel auch einbruchhemmend sein sollen.
Eine weitere Vereinfachung der Montage von Novoferm-Eck-, Eck- und Gegenzargen und Blockzargen stellt bei Feuerschutzanforderungen in diesem Zusammenhang die Hinterfütterung mit Mineralwoll-Formteilen dar. Anstelle zeitaufwändigen Hand- oder teuren Pumpvermörtelns gibt es dazu für die Zargen von ein- oder zweiflügeligen Feuerschutztüren Typ „T30-1 N2/50“ bzw. „T30-2 N22/50“ bauaufsichtlich geprüfte, passgenaue Formteile.
Die Formteil-Hinterfüllung, die aufgrund ihrer einfachen Handhabung erhebliche Kostenvorteile bietet, kann unabhängig von der Montagevariante der Zarge für Türgrößen bis maximal 2.500 x 2.500 mm eingesetzt werden.
Alternativ besteht die Möglichkeit, die T30-Zargen mit einem speziellen Novoferm-Brandschutzschaum zu hinterfüllen. Gerade bei Sanierungen wird diese Montagevariante begrüßt, da es nahezu keine Verschmutzungen mehr gibt. Außerdem spart die Schaummontage gegenüber Vermörtelung 20 bis 50 Prozent Montagezeit. Der nur bei Novoferm zugelassene Brandschutz-Montageschaum wird wie ein konventioneller Bauschaum verarbeitet. Er darf für alle Eckzargen, Eck- und Gegenzargen (auch für Trockenbau) sowie Umfassungszargen bei den Tür-Typen „T30-1 N2/50“ und „T30-2 N22/50“ bis zur Türgröße 1.350 x 2.500 mm einflügelig bzw. bis 3.000 x 3.000 mm zweiflügelig eingesetzt werden.
Garagentore kostengünstig ersetzen
Ähnlich praxisbezogen auf einen maßgeblichen Zukunftsmarkt ausgerichtet sind die Sanierungslösungen, die Novoferm im Bereich der Garagentore entwickelt hat. Um die längst überfällige Sanierung von über zwei Millionen Beton-Fertiggaragen in Deutschland voranzutreiben, sind die so genannten Sektional-Renovierungstore zum Beispiel auf die Normgrößen der alten Schwingtore abgestimmt. Das erspart die ebenso aufwändigen wie teuren Umbauarbeiten an der Garage selbst, wenn nur das Tor erneuert werden soll.
Das Besondere an dieser Lösung findet sich dabei in der Montage ebenso wie in der Optik: Die Sektionaltore sind so konzipiert, dass sie flächenbündig hinter der Garagenöffnung montiert werden. So bleibt die lichte Weite nicht nur erhalten, sondern wird – im Vergleich zum alten Schwingtor – sogar noch bis zu 14 cm breiter, da neben dem Rahmen auch die Hebelarme des Schwingtores entfallen. Ist eine Montage des Renovierungstores hinter der Öffnung nicht möglich, steht selbstverständlich auch entsprechendes Montagematerial für den Einbau des neuen Sektionaltores in die Öffnung zur Verfügung.
Eventuelle Schäden an der Garage, die durch den Ausbau des Alttores entstehen können, werden dabei durch ein spezielles Aluminium-Blendrahmen-Kit kaschiert, das als Zubehör für jedes Novoferm-Sektionaltor geliefert werden kann.
Alternativ besteht ebenfalls die Möglichkeit, alte, unansehnlich gewordene oder beschädigte Schwingtore durch kostengünstige, weitgehend vormontierte Renovierungs- Schwingtore in modernen Designs zu ersetzen. Unabhängig vom Garagentyp wie auch den vorhandenen Baumaßen muss dabei auf durch Demontage des Alttores beschädigte Befestigungspunkte keine Rücksicht genommen werden: Dafür sorgt beispielsweise die maßgenaue Rahmenkonstruktion des Schwingtorsystems „Rees“ zur direkten Befestigung mit Winkel- oder Klemmankern am Baukörper.
Auch in diesem Fall bleibt durch die passgenaue Rahmenfertigung das lichte Durchfahrtmaß erhalten – gerade in den meist eher knapp bemessenen älteren Fertiggaragen ein wichtiger Aspekt. Gleiches gilt für den Komfortaspekt, der spätestens nach solchen Sanierungsmaßnahmen deutlich stärker in den Vordergrund tritt. Abgestimmte automatische Garagentorantriebe, je nach Tortyp wahlweise als Deckenschlepper oder als NovoPort-Antriebssystem für Sektionaltore in die Torlaufschiene integriert, komplettieren hier das Sanierungsprogramm von Novoferm.

Ideal bei Sanierungen: Erst auf der Baustelle können die Novoferm-Stahlzargen auf die passende Länge gekürzt werden – das reduziert beispielsweise den Aufwand für Lagerhaltung.

Eine deutliche Montageerleichterung sind die Multianker, mit denen Novoferm die Stahlzargen zur schnellen und sicheren Befestigung ausrüstet.

Die Sanierung alter Garagen, die zum Beispiel mit einem neuen Sektionaltor ausgestattet sofort wesentlich moderner wirken, außerdem in Kombination mit einem automatischen Antrieb von Novoferm deutlich komfortabler sind als die alten Schwingtore.
Fotos: (c) Novoferm)




