Garagen mit Sektionaltoren erhöhen Komfort und reduzieren Energiekosten
Garagentore: Moderne Ästhetik trifft energetische Effizienz
Rees, September 2011. Garagentore sind als Zugang zu einem eher funktionalen Teil des Hauses für Bauherren oftmals ein untergeordnetes Thema. Doch allein die große Fläche eines Garagentores zeigt, wie es die Gesamtarchitektur beeinflusst. Und wenn es um Energieeffizienz geht, ist die Wahl des richtigen Tores noch bedeutsamer. Dass Ästhetik und optimale Wärmedämmung keine Gegensätze sein müssen, beweist Novoferm als einer der großen europäischen Systemanbieter von Türen, Toren, Zargen und Antrieben für den privaten, gewerblichen und industriellen Einsatz. Mit der Produktbezeichnung „iso45“ stellte das Unternehmen unlängst eine elegante Garagentorserie vor, die die strengen Vorgaben der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung noch unterschreitet.
Die vom Gesetzgeber 2009 novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) umfasst nicht nur Vorgaben bezüglich des zulässigen Primärenergiebedarfs eines Haustyps, sondern definiert auch Grenzen für den Energieverlust. Daher ist die Dämmung von Gebäuden und Baugruppen ein stark in den Fokus gerücktes Thema. Doch bei stetig steigenden Energiekosten bedarf es dieses staatlichen Nachdrucks eigentlich gar nicht. Gerade Garagentore bilden auf Grund ihrer Fläche eine nicht unerhebliche Wärmebrücke – und bei schlechten Dämmeigenschaften damit einen erheblichen Energiekostenfaktor.
Eine bemerkenswerte Lösung findet sich hier bei Novoferm, einem der großen Hersteller von Garagentoren und -Antrieben in Europa. Die unter der Produktbezeichnung „iso45“ geführten Sektionaltore bieten schon durch ihre Bauart weite Möglichkeiten der Energieeinsparung – und Objektgestaltung.
Sektionaltore – offen für Gestaltungsideen
Bei Sektionaltoren ist die Fläche in einzelne mit Scharnieren verbundene Sektionen unterteilt, die, in Schienen geführt, beim Öffnen unter die Decke oder zur Seite geschoben werden. Eine sehr platzsparende Konstruktion – innerhalb der Garage aber auch außerhalb. So ist die Fläche vor der Garage voll nutzbar, da das Tor nicht nach außen schwingt. Auch der Gestaltung sind kaum Grenzen gesetzt. Bögen als Garageneinfahrt lassen sich beispielsweise mit Sektionaltoren problemlos realisieren. Zahlreiche Materialien, Strukturen und Farben geben dem Tor den Look, der zum gewünschten Fassadendesign passt.
Sektionaltore – geschlossen für Wärmeverlust
Novoferm-Sektionaltore sind mit einem 45 mm starken PUR-Hartschaumkern gedämmt. Damit wird ein Wärmedämmwert von 0,5 W/m²K erreicht. Zum Vergleich: Für Außentüren gilt gemäß der EnEV 2009 ein Wärmedurchgangskoeffizient von 2,9 W/m²K bezogen auf Raum-Solltemperaturen im Heizfall von 12 bis < 19 °C. (Je geringer der Wärmedurchgangskoeffizient, umso besser die Dämmeigenschaften; siehe auch Kasten 1). Die Fugen der Torsektionen sind darüber hinaus mit Dichtlippen versehen; auch um die hohe Dämmqualität auf der ganzen Fläche zu erhalten.
Bleibt der Fakt, dass Wärme ungehindert entweicht, wenn das Tor geöffnet wird. Natürlich liegt hier die ureigenste Funktion eines Garagentores. Ungeachtet dessen haben sich die Entwickler von Novoferm darüber Gedanken gemacht, Öffnungszeiten und Öffnungsfläche zu minimieren. Die Öffnungsfläche lässt sich beispielsweise bereits konstruktiv durch eine Nebentür zur Garage verringern. Sind lediglich Geräte oder ein Fahrrad herauszuholen, reicht eine Tür in komfortabler Breite, anstatt das ganze Tor zu öffnen. Dem ästhetischen Anspruch von Architekten und Besitzern folgend, bietet Novoferm zum Design des Sektionaltores passende Nebentüren.
Doch nicht immer ist für eine solche Tür baulicher Raum vorhanden. Dann ist eine sogenannte Schlupftür zu empfehlen. Sie ist in das Sektionaltor integriert und passt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Die Position der Schlupftür ist frei wählbar. Wichtig für die Funktionalität ist eine niedrige Türschwelle. Um Gerätschaften bequem aus der Garage zu entnehmen, beträgt sie bei dem Novoferm Model „iso45“ lediglich 24 mm.
Wird das Auto in oder aus der Garage gefahren, bestimmt die Öffnungszeit des Tores das Maß an Wärmeverlust. Eine frei einstellbare Schnelllauffunktion des Torantriebs bis zu 24 cm/s minimiert die Zeit, in der das Tor offen steht und damit Wärme entweichen kann.
Elektrisch – aber ökologisch
Wer darauf Wert legt, bei Regenwetter trocken in die Garage zu fahren, möchte auf den Komfort einer fernbedienten elektrischen Toröffnung nicht verzichten – und wer auf ökologische Correctness Wert legt auch nicht, wie die technischen Daten der Antriebseinheit „NovoPort®“ erkennen lassen. Die Novoferm-Techniker haben den Stromverbrauch im Standby-Modus auf 0,5 W/h gedrückt. Bei einem Strompreis von 20 ct/kW entspricht das jährlichen Kosten unter einem Euro. Das Geheimnis dieses Energiespareffekts: Nach dem Torbetrieb trennt eine Steuerung den Stromkreis für den Antrieb sowie zeitversetzt auch für die Beleuchtung komplett vom Netz. Die Steuerung selbst verfügt über ein hocheffizientes Netzteil mit der zuvor erwähnten minimalen Leistungsaufnahme von 0,5 W/h. Gibt der Nutzer über eine Funkfernsteuerung oder einen Schalter das Signal zum Öffnen respektive Schließen des Tors, schaltet die Steuerung die Stromversorgung ohne Zeitverzögerung wieder zu.
Stromverbrauch zum Null-Tarif
Noch günstiger wird die Stromversorgung über einen kleinen Solarkollektor. Er speist einen Akku, der den Netzanschluss der Antriebseinheit ersetzt. Steuerung, Antrieb und Licht werden vollständig über Solarstrom gedeckt. Modern anmutende, stromsparende LED-Beleuchtung rundet das Bild ab. Auch diese Lösung wird von Novoferm angeboten.
Quintessenz: Ob bei Neubau oder Nachrüsten, es lohnt sich bei der Wahl des Garagentors genauer hinzusehen (siehe Kasten 2). Im Laufe des Lebenszyklus eines Hauses können moderne Garagentore erheblich Energie sparen – und so manche Nerven bei Schmuddelwetter.
Extra Kasten 1:
Was besagt der Wärmedurchgangskoeffizient U?
Der Wärmedurchgangskoeffizient U – auch U-Wert und früher K-Wert genannt – ist ein auf Messungen basierter Indikator, der die Dämmeigenschaften von Bauteilen und Baustoffen einordnen lässt. Gemessen wird, wie groß der Wärmestrom pro Quadratmeter ist, wenn auf den beiden Seiten des Bauteils oder Baustoffs ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Je geringer der U-Wert, umso besser die Dämmung. Die Maßeinheit lautet W/m²K.
Extra Kasten 2:
Checkliste für energieeffiziente Garagentore
- U-Wert der Torfläche max. 0,5 W/m²K?
- Torsektionen mit Dichtlippe isoliert?
- Nebentür in Tordesign lieferbar?
- Schlupftür in Garagentor integrierbar?
- Standby-Stromverbrauch des Torantriebs < 1 W/h?
- Stromversorgung über Sonnenkollektor möglich? (Fotos: Novoferm)

Moderne Sektionaltore verbinden Ästhetik mit Komfort und Energieeffizienz.

Bleibt das Tor zu, bleibt die Wärme drin. Nebentüren als Garagenzugang reduzieren Öffnungszeiten des Tores und tragen so zur Energieeffizienz bei.

Schlupftür als Alternative zur Nebentür. Mit einer Schwellenhöhe von nur 24 mm stellt sie praktisch kein Hindernis beim Transport von Geräten oder Fahrrädern dar.

Schlupftürtor

Mit 0,5 W/h Standby-Verbrauch setzt der von Novoferm entwickelte Garagentor-Antrieb "NovoPort®" neue Maßstäbe: Bei einem Strompreis von 20 ct/kW betragen die Energiekosten für diesen Komfort weniger als ein Euro pro Jahr.



